IT im Sanierungsbetrieb: Handys, Tablets und Laptops richtig einrichten
Firmenhandys, Geräteverwaltung, Datensicherung und Datenschutz bei Baustellenfotos. Was ein Sanierungsbetrieb bei der IT beachten sollte.
Von Michael AlbrandtAktualisiert am 4 Minuten Lesezeit

Inhalt
Warum ist IT im Sanierungsbetrieb so wichtig?
Die wichtigsten Belege entstehen auf der Baustelle. Fotos der Ursache, Messwerte, Zählerstände und Unterschriften. Alle diese Belege landen zuerst auf einem Handy oder Tablet.
Geht ein Gerät verloren oder kaputt, fehlen genau diese Belege. Dann fragt die Versicherung nach, und die Rechnung wartet. Gute IT ist also kein Luxus, sondern Schutz für dein Geld.
Wie der Umstieg vom Zettel gelingt, steht in Vom Zettel zur App.
Firmenhandy oder privates Handy?
Fotos auf privaten Handys und in privaten Chats sind keine Dokumentation. Solche Fotos gehen verloren, landen beim falschen Schaden oder gehen mit dem Mitarbeiter.
Mit Firmengeräten bleiben Fotos, Kontakte und Zugänge im Betrieb. Auch wenn jemand kündigt oder das Handy tauscht.
Was ist eine Geräteverwaltung?
Eine Geräteverwaltung heißt auf Englisch Mobile Device Management, kurz MDM. Damit verwaltest du alle Firmenhandys, Tablets und Laptops an einem Ort.
| Ohne Geräteverwaltung | Mit Geräteverwaltung |
|---|---|
| Jeder richtet sein Handy selbst ein | Neue Geräte kommen fertig eingerichtet an |
| Updates kommen irgendwann oder nie | Apps und Updates spielt die Verwaltung auf |
| Verlorenes Handy heißt offene Daten | Ein verlorenes Gerät wird gesperrt oder gelöscht |
| Firmendaten mischen sich mit Privatem | Firmendaten bleiben getrennt |
| Hilfe nur vor Ort | Hilfe per Fernwartung |
Auch deine Trockner brauchen Ordnung. Wie das geht, steht in Bautrockner prüfen und verwalten.
Konten gehören dem Betrieb
Magicplan, E-Mail, Cloud und App: Jedes Konto sollte über eine Adresse des Betriebs laufen. Nicht über die private Adresse eines Mitarbeiters.
Sonst verlierst du beim Wechsel eines Mitarbeiters den Zugang. Und mit dem Zugang oft Pläne, Fotos und Nachrichten.
- Konten immer mit einer E-Mail-Adresse des Betriebs anlegen.
- Zugänge in einem sicheren Passwortmanager ablegen.
- Wo es geht, eine zweite Bestätigung beim Anmelden einschalten.
- Bei einem Austritt alle Zugänge am letzten Tag sperren.
Datensicherung nach der 3-2-1-Regel
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt die 3-2-1-Regel. Drei aktuelle Kopien auf zwei verschiedenen Medien. Eine davon liegt an einem anderen Ort.
Gegen Erpresser mit Schadprogrammen hilft eine Sicherung, die nicht am Netz hängt. Und prüf ab und zu, ob sich die Daten auch wirklich zurückholen lassen.
Telefon und Erreichbarkeit
Ein Wasserschaden wartet nicht. Wer nicht rangeht, verliert den Auftrag an den Nächsten. Eine Telefonanlage leitet Anrufe weiter, auch in den Notdienst.
Wichtig ist eine Nummer für den ganzen Betrieb. Dann bleibt der Kunde beim Betrieb, auch wenn ein Kollege wechselt.
Datenschutz bei Fotos beim Kunden
Fotos für die Schadendokumentation darfst du meist auf Grundlage des Auftrags machen. Informier den Kunden, wofür du die Fotos brauchst. Und nimm nur auf, was du für den Schaden brauchst.
Willst du Fotos für Werbung oder Referenzen nutzen, brauchst du eine schriftliche Einwilligung. Und zwar von jeder Person, die darauf zu sehen ist.
Einen Datenschutzbeauftragten brauchst du in der Regel ab 20 Personen. Gemeint sind Leute, die ständig mit Daten am Computer arbeiten. Frag im Zweifel die Datenschutzbehörde deines Landes.
Alles aus einer Hand
Viele Betriebe haben für jedes Thema eine andere Firma. Einen für die Handys, einen für das Telefon, einen für die Programme. Das kostet Zeit und Nerven.
Wir liefern Handys, Tablets und Laptops fertig eingerichtet aus. Wir verwalten sie zentral und helfen per Fernwartung. Magicplan, Telefonanlage und andere Dienste richten wir gleich mit ein. Mehr dazu steht auf der Seite Service.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Brauche ich für jeden Monteur ein Firmenhandy?
Es ist der sichere Weg. Dann bleiben Fotos, Kontakte und Zugänge im Betrieb, auch wenn jemand geht.
Was passiert, wenn ein Firmenhandy verloren geht?
Mit einer Geräteverwaltung sperrst oder löschst du es aus der Ferne. Die Daten liegen dann nicht offen herum.
Reicht eine Sicherung in der Cloud?
Nach der Empfehlung des BSI nicht allein. Drei Kopien auf zwei Medien, eine an einem anderen Ort und eine ohne Netz.
Wann brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?
In der Regel, wenn mindestens 20 Personen ständig mit personenbezogenen Daten am Computer arbeiten.
Deine Liste für die IT
- Für jeden Mitarbeiter ein festes Firmengerät festlegen.
- Eine Geräteverwaltung für Handys, Tablets und Laptops einrichten.
- Alle Konten auf Adressen des Betriebs umstellen.
- Datensicherung nach der 3-2-1-Regel einrichten und testen.
- Regeln für Fotos und Einwilligungen aufschreiben.
SanierTakt – die App für Schadensanierung.
Wir kümmern uns um die Geräte
Wir verwalten die Geräte zentral und helfen per Fernwartung. Die Handys kommen fertig eingerichtet bei deinen Leuten an.



